Kleinkaliber

Kleinkaliber liegend

Kleinkaliber

Das Kleinkaliberschießen (KK) ist eine olympische Wettkampfdisziplin und unterscheidet sich nicht stark vom Luftgewehrschießen, nur ist beim Kleinkaliberschießen die Scheibe zwischen 25 und 100 Meter entfernt und entsprechend größer. Beim Schießen mit Kleinkaliberwaffen auf 50 Meter Entfernung (der Standard-Entfernung) hat der Ringspiegel einen Durchmesser von 15,44 cm und die Zehn ist 10,4 mm groß. 

Kleinkaliberwaffen (Gewehr und Pistole) werden im Schießsport als “Feuerwaffen“ bezeichnet (im Gegensatz zu den Luftdruck-, bzw. Druckluftwaffen).

Beim Luftgewehr wird vor allem stehend geschossen, beim Kleinkaliber stehend, kniend oder liegend). Die Schießausrüstung entspricht der beim Luftgewehrschießen.

In Deutschland dürfen in Schießsportvereinen Kleinkaliberwaffen ab dem 14. und unter dem 18. Lebensjahr erst geschossen werden, wenn eine schriftliche Einverständniserklärung der Sorgeberechtigten beim Schießen im Original vorliegt oder ein Sorgeberechtigter beim Schießen anwesend ist. Beim Schießen muss eine qualifizierte Schießaufsicht anwesend sein (und darf dabei nicht mitschießen).

Regeln für das internationale Schießen mit Kleinkaliberwaffen stehen in der Sportordnung des Deutschen Schützenbundes

Die Sportartvarianten

Es gibt verschiedene Arten vom Kleinkaliberschießen: → Gewehrdisziplinen

Als „Kleinkaliber-Standard“ wird der „Dreistellungskampf 3x20“ bezeichnet

Die Reihenfolge in der geschossen wird ist in der Sportordnung festgelegt. Begonnen wird seit dem 1.1.2014 mit dem kniend Anschlag. Gefolgt vom liegend Anschlag und dann zu guter Letzt dem stehend Anschlag.

Knieendanschlag

Das Gewehr wird durch einen am linken Arm befestigten „Schießriemen“ gehalten Das rechte Knie wird auf den Boden gesetzt, unter dem Rist des rechten Fußes wird durch eine „Knieendrolle“ der Fuß angehoben, sodass die abgeflachte Schuhspitze plan auf dem Boden aufliegen kann. Auf dem angewinkelten linken Fuß wird auf dem Knie der linke Ellenbogen aufgesetzt.

Liegend-Anschlag

Der Schütze liegt leicht schräg zum Ziel auf einer Unterlage (wie beim Biathlon). In diesem Anschlag werden die besten Ergebnisse erzielt (200 von 200 Ringen sind möglich). Auch hier wird ein Schießriemen benutzt

Als Abschluss des Wettkampfes folgt der

Stehend-Anschlag

Hierbei steht man frei und stützt das Gewehr auf der Hand auf, den Ellbogen in der Hüfte.

KK Liegendkampf

60 Schuss (Englisch Match) (Weltrekord 600 von 600 Ringen)

Gesetzliche Voraussetzung (Deutschland)

Wenn man ein Kleinkalibergewehr erwerben will, benötigt man eine Waffenbesitzkarte (WBK). Diese muss man bei der zuständigen Waffenbehörde (Region Hannover) beantragen. Voraussetzung dafür ist die Volljährigkeit und ein Bedürfnisnachweis von einem anerkannten Schießsportverband. Ein Bedürfnis besteht erst, wenn man nachweislich entweder einmal pro Monat oder 18-mal im Jahr mit einer erlaubnispflichtigen Waffe in einem Verein regelmäßig trainiert hat. Außerdem muss man zum Erwerb einer WBK zuverlässig und unbescholten sein. Letztlich muss man auch noch eine bestandene Waffensachkundeprüfung nachweisen können.

Beim SV „Gut Ziel“ Wettmar stehen Sportgeräte leihweise zur Verfügung. Wettkampfschützen besitzen dann meist nach einigen Jahren eigene Sportgeräte, wenn oben genannte Voraussetzungen geschaffen sind.